Hilfe, mein Honig ist steinhart...

Das Festwerden des Honigs nennt man kandieren. Ob ein Honig schnell oder langsam fest wird, hängt davon ab, wie die Zuckerzusammensetzung im Honig ist, d.h. wieviel Frucht- bzw. Traubenzucker in ihm enthalten sind. Beides sind die natürlichen Zucker, die je nach Honigsorte in der Menge variieren. Bei hohem Traubenzuckeranteil wird der Honig sehr schnell fest, oft schon nach zwei, drei Wochen. Traubenzucker bildet dabei Kristalle und dies bewirkt das Festwerden. Das Kandieren des Honigs ist ein Zeichen, dass es sich um einen echten, nicht erhitzten Honig handelt. Es gibt aber auch Sorten, die lange flüssig bleiben, wie zum Beispiel reiner Lindenhonig oder der dunkle Waldhonig. Rapshonig dagegen wird sehr schnell fest, ebenso die meisten Blütenhonige.

Wenn man einen festen Honig wieder flüssig haben will, stellt man ihn einfach in ein warmes Wasserbad. Es sollte aber nicht über 40 Grad heiss werden, da sonst die wertvollen Bestandteile des Honigs verloren gehen.

Cremiger Honig

Um das Kandieren des Honigs zu vermeiden wird mein Blütenhonig nach dem Schleudern gerührt. Beim Rühren wird die Kristallstruktur immer wieder zerstört. Das Rühren muss konsequent 2 Mal pro Tag über mehrere Tage durchgeführt werden. Als Ergebnis bekomme ich einen feinsteifen, streichfähigen Honig der nicht mehr hart wird.

Waldhonig dagegen bleibt längere Zeit im flüssigen Zustand, beginnt aber auch nach etwa 3 - 4 Monaten langsam Kristalle auszubilden. Waldhonig wird in der Regel nicht gerührt. Wird dieser fest, so kann er im Wasserbad wieder verflüssigt werden.